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Na dann Nathan



Werk/Stück: Na dann Nathan
Sparte: Sprechtheater

Autor: Sonja Beil
Regie/Musikleitung: Sonja Beil

Organisation: KOHIBRIS (D)
Produktion: KOHIBRIS

Projektbeschreibung | Inhalt

"Na dann Nathan" beginnt werkgetreu mit dem 1. Akt aus "Nathan der Weise" von Lessing. Das Schauspiel entfaltet sich auf klassische Art. Nach etwa 40 Minuten, am Anfang des 2.Akts, wird es unruhig im Publikum. Ein Zuschauer kann sich nicht mehr halten. Er erregt sich mehr und mehr, bis er es nicht mehr aushält und das Stück dreist durch Zwischenrufe unterbricht. Er steht auf, läuft umher, er schreit herum, den Menschen gehe es in Wirklichkeit doch nur um Geld und keineswegs um Religion! "Was wollt ihr denn überhaupt mit dem ganzen Nathan-Gelaber?" Es stellt sich heraus, dass der Mann aus dem Zuschauerraum der ehemalige Intendant des kleinen Theaters ist. Er hatte ein Burnout und war für längere Zeit in einer psychosomatischen Klinik. Jetzt ist er wieder da. Ja, nicht nur das, er unterbricht die Vorstellung-ein Tabu-Bruch.Die Schauspieler auf der Bühne sind fassungslos. Es entspinnt sich ein
heftiger Dialog zwischen den einzelnen Figuren, über Sinn und Unsinn des Theaters,über unterschiedliche Gesinnungen bis hin zu erbitterten Vorwürfen über religiöse Einstellungen und Haltungen. Das Stück endet mit der klassischen Ringparabel. Es stehen sich 2 Nathans gegenüber: der klassische und der moderne, der der das Stück unterbrochen hat.